Die LSC - Jugendgruppe

  • Posted on: 23 April 2012
  • By: mblank


Der LSC Jugendvorstand: Shawn Erben, Joshua Höhn, Alexandra Dennert, Niklas Ulrich und Richard Salomon (v.l.n.r.)

Aktivitäten der Jugendgruppe des Luftsportclub Westerwald

Die Jugendgruppe des LSC besteht schon seit Jahren aus zwanzig bis dreißig Jugendlichen. Sie sind zum größten Teil Flugschüler, zum Teil aber auch schon junge Scheininhaber. Zurzeit ist sogar einer von ihnen Jungfluglehrer.

Jugendliche können im Alter von 14 Jahren mit dem Segelflugsport beginnen.

Als „Flugschüler“  stehen anfangs viele Flüge zusammen mit dem Fluglehrer im Doppelsitzer an. In diesem Flugzeug gibt es alle Steuerungen doppelt, sodass der Fluglehrer jederzeit die Steuerung übernehmen kann. Nach ausreichender Erfahrung steht irgendwann ein ganz besonderer Moment an, den man niemals vergessen wird: der erste Alleinflug!

In den Sommerferien steht dann ein großer Ausflug an.

Es geht mit dem ganzen Verein ins „Fliegerlager“: Ein Ferienlager an einem fremden Flugplatz, um mal ein anderes Umfeld und zum Teil auch ein anderes Land kennenzulernen. Die letzten Ziele waren unter anderem Dornbirn (AT), Hilzingen (D) und Sisteron (F), wo die Fliegerei im Gebirge kennengelernt werden konnte.

Während der Saison wird sich auch untereinander gemessen: Ende August findet jedes Jahr das Jugendvergleichsfliegen statt, zu dem jede Jugendgruppe drei Jungpiloten schickt, die dann vor einer Jury ein Programm an vorgegebenen Flugmanövern möglichst sauber fliegen müssen. Der LSC war auch hier in den letzten Jahren stets vertreten und richtete 2006 diesen Wettbewerb auf dem Flugplatz Montabaur aus, wo ein dritter Platz im Mannschaftsergebnis erreicht wurde.

Daneben gibt es für Fortgeschrittene die Möglichkeit sich im Streckenflug zu messen oder bereits erfolgreichen Piloten über die Schulter zu schauen und von ihnen zu lernen. Hier ist das Dannstädter Vergleichsfliegen zu nennen, wo man als Copilot erste Wettkampfluft schnuppern kann. Ziel ist es ohne Motorkraft eine vorgegebene Stecke möglichst schnell zurück zu legen, oder innerhalb einer gegebenen Zeit eine möglichst lange Strecke fliegen zu können. Hier ist nebst fliegerischem Können auch taktisches Geschick gefragt, denn sonst kann so mancher Flug auf dem Acker enden, bei einer sogenannten „Außenlandung“.

Im Winter wird im LSC weniger geflogen, dafür sind alle anderweitig fleißig. So unterstützen sie die Werkstattleiter bei der jährlichen Wartung und Überholung der Flugzeuge, der Fahrzeuge oder des Clubheims und der Flugzeughalle. Manch

einer hat so seine Neigungen erkannt und sich später für ein technisches Studium, eine Ausbildung im KFZ-Bereich, oder für die Karriere als Berufspilot entschieden.

Daneben werden mehrmals im Jahr Ausflüge durchgeführt, z.B. zum NATO- Stützpunkt der AWACS-Flotte in Geilenkirchen oder zum Flughafen Rhein-Main nach Frankfurt mit Werft- und Towerbesichtigung. Als nächstes steht eine Werksbesichtigung beim Segelflugzeughersteller „Alexander-Schleicher“ an und im Laufe des Jahres soll die Wasserkuppe, ein für den Segelflug sehr geschichtsträchtiger Ort, besucht werden.

Die Jugendgruppen der Luftsportvereine sind untereinander in Kontakt und organisieren eigene Wettbewerbe. Sie veranstalten zum Beispiel in der nicht- fliegbaren Winterzeit Volleyballturniere, bei denen der LSC Westerwald regelmäßig

sehr erfolgreich war (zuletzt im 2009 fand das Bundesvolleyballturnier in Montabaur statt, organisiert von der Jugendgruppe des LSC. So wird auch außerhalb der fliegerischen Aktivitäten Teamwork, Zusammenhalt und das Agieren in Gruppen gelehrt – „soft skills“ wie sie später einmal im Berufsleben erwartet werden.

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